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Kategorie

Datum

09.09. 2019 18:00 Uhr - 21:00 Uhr

Ort

Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO)

Specks Hof (Eingang A)| Reichsstr. 4-6 | 04109 Leipzig
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Kontakt

Ewa Tomicka-Krumrey

E-Mail: ewa.tomicka-krumrey@leibniz-gwzo.de

Übersicht

Die jährliche Oskar-Halecki-Vorlesung des GWZO verfolgt das Ziel, Spitzenwissenschaftler aus den östlichen Nachbarländern Deutschlands zu einem in der wissenschaftlichen Diskussion umstrittenen Thema einzuladen. Die vor prominenter Öffentlichkeit gehaltenen Vorlesungen werden anschließend zum Druck gegeben, um ihre breite Rezeption und fortdauernde Diskussion anzustoßen.

Oskar Halecki (1891–1973): Der in Wien gebürtige Pole war einer der führenden Mittelalter- und Neuzeithistoriker im Polen der Zwischenkriegszeit. Auf dem internationalen Historikerkongreß 1933 in Warschau prägte er die erste Grundsatzdebatte über das Selbstverständnis der historischen Teildisziplin Osteuropäische Geschichte. 1940 in die Emigration gezwungen, gründete er 1942 in New York das Polish Institute of Arts and Sciences in America. Hier entwickelte Halecki seine geschichtsregionale Konzeption Ostmitteleuropas als historischer Strukturlandschaft und verfaßte seine bis heute wegweisende Gesamtdarstellung Borderlands of Western Civilization. A History of East Central Europe (New York 1952; deutsch als Grenzraum des Abendlandes. Eine Geschichte Ostmitteleuropas, Salzburg 1957) sowie seine grundlegende Studie The Limits and Divisions of European History. London, New York 1950; deutsch als Europa. Grenzen und Gliederung seiner Geschichte, Darmstadt 1957.

Diana Mishkova ist Professorin für Geschichte und Direktorin des Centre for Advanced Study in Sofia. Sie ist korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und Doktor Honoris Causa der Universität Södertörn, Stockholm. Ihre Forschungsinteressen gelten der Südosteuropäischen Geschichte, der Geistesgeschichte, den Area Studies und der Historiographie. Mit ihren neuesten Büchern Beyond Balkanism. The Scholarly Politics of Region Making (London/New York 2018) und European Regions and Boundaries. A Conceptual History, hg. mit Balázs Trencsényi (London 2017) leistet sie einen wichtigen Beitrag zu den laufenden Debatten über die Herstellung von Raum und historischen Regionen. Ihre Forschungen laden dazu ein, die Prämissen der »New Area Studies« neu zu überdenken.

Abstract
The lecture turns around the western, quasi-orientalist perspective on the Balkans by offering glimpses into the intellectual history of the Balkan idea as it evolved within the region itself. It attends to the Balkans as ‘self-designation’ and a project of regional identity formation and undertakes to restore the agency of the regional scholarly and political elites for the understanding of ‘the Balkans’ and the images it conveys. It thus seeks to contribute to the ongoing debates related to the creation of space and historical regions, which feed into rethinking the premises of the ‘new area studies’, and invites reflection on the way we, at the present time, conceptualize and evaluate regionalism as politics and transnationalism as a scholarly project.

Programm

  • Begrüßung
    Prof. Dr. Christian Lübke, Direktor des GWZO
  • Grußwort
    I. E. Elena Radkova Shekerletova, Botschafterin der Republik Bulgarien (angefragt)
  • Vorstellung der Referentin und Moderation
    Prof. Dr. Stefan Troebst, Stellv. Direktor des GWZO
  • Festvortrag
    Prof. Dr. Dr. h.c. Diana Mishkova, Direktorin des Centre for Advanced Study in Sofia
    »How the Balkans came to be: A look from the inside«
  • Musikalische Umrahmung
    Rada synergica: Drei Frauen – Drei Stimmen – Sieben Instrumente
    Musik quer durch Südosteuropa

Anschließend kleiner Empfang in den Räumen des GWZO

Quelle und weitere Informationen: H-Soz-Kult, Link (31 Juli 2019)