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Datum

15.04. 2019 13:00 Uhr - 19:30 Uhr

Ort

Interdisziplinäres Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung

Franckeplatz 1 | Haus 54 | 06110 Halle (Saale) | Bibliothek
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    E-Mail: izea@izea.uni-halle.de

    Übersicht

    Der zeitliche Abstand zu den Wende- und Neugründungsjahren 1989ff. wächst – doch scheint das öffentliche Reden über diese Zeit gerade erst richtig loszugehen. Die Umbrüche von damals waren einschneidend, in Politik und Wirtschaft und auch im Privaten, im Kulturleben ebenso wie in der Wissenschaft, institutionell und für viele auch biographisch. Welche Belastungen (und nicht nur Befreiungen) damit verbunden waren, ist lange Zeit verdrängt worden. Aber auch die gar nicht so wenigen Kontinuitäten zwischen später DDR-Zeit und wiedervereinigtem Deutschland haben bisher wenig Aufmerksamkeit gefunden.

    Das IZEA zum Beispiel wäre 1993 nicht gegründet worden, hätte es nicht schon in den späten 1980er Jahren die Initiative des Halle’schen Romanisten Ulrich Ricken zur Errichtung einer Internationalen Forschungsstätte Europäische Aufklärung in den Franckeschen Stiftungen gegeben. Aufklärungsforschung musste in Ostdeutschland nicht von außen eingeführt werden. Vielmehr gab gerade hier eine Tradition wissenschaftlicher und mit beschränkten Mitteln auch denkmalpflegerischer Beschäftigung mit diesem als fortschrittlich angesehenen ‚Erbe‘. Manches davon war ideologisch überformt, aber das lockerte sich in den achtziger Jahren erheblich.
    Diese Gemengelage von Umbrüchen, Aufbrüchen und Kontinuitäten über 1989/90 hinweg möchte das IZEA mit einem öffentlichen Studientag erkunden. Seinerzeitige Akteure auf unterschiedlichen Ebenen kommen dabei zu Wort und berichten von ihren Erfahrungen. Auch das Publikum ist nachdrücklich eingeladen mitzudiskutieren. Thematisch stehen die Hallesche Universität, ihre Aufklärungsforschung sowie das regionale Umfeld hochkarätiger Kulturinstitutionen an den ‚Originalschauplätzen‘ der deutschen Aufklärung im Zentrum. Eine abschließende Podiumsdiskussion soll darüber geführt werden, ob und ggf. warum die Erinnerung an jene Zeit der Umbrüche und Übergänge gerade heute wichtig ist und welche Erwartungen an die Zukunft daraus folgen.

    Der Studientag findet statt am Montag, 15. April, von 13.00 Uhr bis ca. 19.30 Uhr, in der Bibliothek des IZEA (Franckeplatz 1, Haus 54, 06110 Halle).
    Alle Interessenten sind herzlich eingeladen!