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Datum

03.09. 2018 18:00 Uhr - 20:00 Uhr

Ort

GWZO

Reichstraße 4-6 | pecks Hof (Eingang A) | 04109 Leipzig
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    Übersicht

    Die jährliche Oskar-Halecki-Vorlesung des GWZO verfolgt das Ziel, Spitzenwissenschaftler aus den östlichen Nachbarländern Deutschlands zu einem in der wissenschaftlichen Diskussion umstrittenen Thema einzuladen. Die vor prominenter Öffentlichkeit gehaltenen Vorlesungen werden anschließend zum Druck gegeben, um ihre breite Rezeption und fortdauernde Diskussion anzustoßen.

    Oskar Halecki (1891–1973): Der in Wien gebürtige Pole war einer der führenden Mittelalter- und Neuzeithistoriker im Polen der Zwischenkriegszeit. Auf dem internationalen Historikerkongreß 1933 in Warschau prägte er die erste Grundsatzdebatte über das Selbstverständnis der historischen Teildisziplin Osteuropäische Geschichte. 1940 in die Emigration gezwungen, gründete er 1942 in New York das Polish Institute of Arts and Sciences in America. Hier entwickelte Halecki seine geschichtsregionale Konzeption Ostmitteleuropas als historischer Strukturlandschaft und verfaßte seine bis heute wegweisende Gesamtdarstellung Borderlands of Western Civilization. A History of East Central Europe (New York 1952; deutsch als Grenzraum des Abendlandes. Eine Geschichte Ostmitteleuropas, Salzburg 1957) sowie seine grundlegende Studie The Limits and Divisions of European History. London, New York 1950; deutsch als Europa. Grenzen und Gliederung seiner Geschichte, Darmstadt 1957.

    Der Historiker Martin Schulze Wessel, Professor für Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München, ist Experte für Religionsgeschichte Ostmittel- und Osteuropas in der Moderne, Erinnerungskulturen im östlichen Europa sowie transnationale Beziehungen. Zuletzt hat er das Buch „Der Prager Frühling. Aufbruch in eine neue Zeit“ (Reclam 2018, tschechische Übersetzung im Argo-Verlag, Prag 2018) veröffentlicht.
    Martin Schulze Wessel leitet das Collegium Carolinum und seit 2017 das Historische Kolleg in München. Von 2012 bis 2016 war er Vorsitzender des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (vhd). Er ist ferner Sprecher der Graduiertenschule
    für Ost- und Südosteuropastudien (LMU München/Universität Regensburg) sowie des Internationalen Graduiertenkollegs „Religiöse Kulturen im Europa des 19. und 20. Jahrhunderts“ (LMU München, Karls Universität Prag, Masaryk-Universität Brno, Adam-Mickiewicz Universität Poznań) und Co-Vorsitzender der Deutsch-Ukrainischen Historikerkommission.

    Quelle und weitere Informationen: GWZO, Link (16. Juli 2018)