Deutsch

Das Forum wurde von den Universitäten Leipzig, Halle-Wittenberg, Jena und Erfurt zum 1. Dezember 2016 als gemeinsame Plattform für Forschungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften gegründet. Das „Forum for the Study of the Global Condition“ führt Wissenschaftler zahlreicher Fächer zusammen, die globale Verflechtungen von gegenwärtigen Gesellschaften und ihre historischen Wurzeln untersuchen. Neben den vier Universitäten beteiligen sich daran das Leibniz-Institut für Länderkunde Leipzig, das Max-Planck-Institut für Ethnologie Halle, das Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow und das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa Leipzig.

Die Initiative ist von der Überlegung bestimmt, dass die mitteldeutschen Hochschulen gemeinsam mit den Instituten der Max-Planck-Gesellschaft und der Leibniz-Gemeinschaft mit ihrer Fächervielfalt und ihren Erfahrungen in der Verbundforschung über eine hervorragende Expertise zur Analyse globaler Prozesse verfügen. Vorhandene Verbund- und Einzelvorhaben sollen miteinander verknüpft und durch passende Formen der Doktorandenqualifizierung und der forschungsorientierten Lehre flankiert werden.

Inhaltlich geht es um das Paradox, dass immer mehr Menschen in globale Verflechtungen einbezogen und von ihnen betroffen sind, sich aber aus unterschiedlichen Motiven Skepsis gegenüber einer globalisierten Zukunft breitmacht. Das Forum untersucht nicht „die Globalisierung“, sondern erforscht, wie verschiedene Akteure mit grenzüberschreitender Migration, Warenaustausch, Finanzflüssen und dem Transfer von Ideen umgehen und damit „das Globale“ überhaupt erst erschaffen und für sich jeweils bestimmen.

English

On 1 December 2016, the universities of Leipzig, Halle-Wittenberg, Jena, and Erfurt found a common research forum in the humanities and social sciences. The Forum for the Study of the Global Condition brings together scientists from numerous subjects who research on global interconnections of present societies and their historical roots. In addition to the four universities, the forum’s participating members also include the Leibniz Institute for Regional Geography, the Max Planck Institute for Social Anthropology, the Leibniz Institute for Jewish History and Culture – Simon Dubnow, and the Leibniz Institute for the History and Culture of Eastern Europe.

The initiative is based on the idea that the central German universities, together with the institutes from the Max Planck Society and the Leibniz Association, have excellent expertise in analysing global processes due to their wide range of subjects and experiences in collaborative research. Existing collaborative and individual projects will be combined with various forms of doctoral training and research-oriented teaching.

The forum deals with the paradox that more and more humans are involved in global interconnections, although there is scepticism towards a globalized future for various reasons. It does not investigate “globalization” but researches how different actors deal with migration, trade, financial flows, and the transfer of ideas and hereby create and determine what can be called “the global”.